Amazon Echo Dot (3. Gen.) im Test: Ab in die Küche

Mini-Lautsprecher mit Alexa

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von Jan Kluczniok
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Amazon Echo Dot Titelbild

Der Echo Dot ist der kleinste Alexa-fähige Lautsprecher von Amazon. Bislang diente er Nutzern vornehmlich dazu, Stereoanlagen smart zu machen. Mit einem neuen Design und verbesserten Sound soll die dritte Echo Dot Generation nun aber neue Einsatzgebiete erobern - in unserem Test war dies etwa die Küche.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. Klang und Spracherkennung
  3. Einrichtung
  4. Funktionen und Anschlüsse
  5. Preis und Verfügbarkeit
  6. Fazit

Vier von fünf möglichen Sternen hat der Echo Dot (2. Gen) auf Amazon von knapp 10.000 Rezensenten erhalten. Angesichts dieses positiven Feedbacks könnte man meinen, dass Amazon bei der 3. Generation des Mini-Lautsprechers mit Alexa nicht viel verändert, sondern höchstens an ein paar Stellschrauben gedreht hat. Doch weit gefehlt. Der günstigste Echo-Lautsprecher hat in der 2018er-Version eine grundlegende Überarbeitung erhalten. Das wird auf den ersten Blick deutlich.

Design und Verarbeitung

Erstrahlte das Gehäuse des Vorgängers noch in glänzender Klavierlackoptik, ist der Lautsprecher des Echo Dot (3. Gen.) nun von einer Membran aus Stoff umgeben. Beim Vorgänger musstet ihr eine entsprechende Hülle noch zusätzlich erwerben. Ihr habt beim Echo Dot 3 nun die Wahl zwischen einem hellgrauen, anthrazit- oder sandsteinfarbenen Stoff. Je nach Farbwahl ist die Oberseite mit den Bedienelementen in Schwarz (Anthrazit, Hellgrau) oder Weiß (Sandstein) gehalten. Wechselbar ist der Stoffmantel übrigens im Nachhinein nicht mehr.

Die Oberseite des Echo Dot ist weiter aus Kunststoff gefertigt, dieser weist eine matte Optik aus. Optisch macht der Mini-Lautsprecher durch den Stoffmantel deutlich mehr her, als sein Vorgänger. Im Regal verstecken müsst ihr die Echo-Box im Wohnzimmer also nicht mehr. Zudem zeigt sich der Lautsprecher nicht so anfällig gegenüber Kratzern, Staub und Schmutz.

Genauso auffällig wie das neue Design sind die neuen Proportionen: Der Echo Dot 3 ist größer und schwerer geworden. Er misst nun 43 x 99 x 99 Millimeter und bringt satte 300 Gramm auf die Waage. Damit ist er fast doppelt so schwer wie der 83,5 x 83,5 x 32 Millimeter große Echo Dot 2.

Der Echo Dot 3 (rechts) ist deutlich größer und schwerer als sein Vorgänger der Echo Dot 2 (links).
Der Echo Dot 3 (rechts) ist deutlich größer und schwerer als sein Vorgänger der Echo Dot 2 (links). (Quelle: netzwelt)

Warum hat sich Amazon vom schlanken Design des Vorgängers verabschiedet? Dies ist wohl einer neuen Ausrichtung des Produktes geschuldet. Bislang nutzte die Mehrheit der Käufer den Echo Dot, um ältere Stereoanlagen und Lautsprecher smart zu machen. Denn der Dot lässt sich per 3,5-Millimeter-Klinkenkabel oder Bluetooth mit anderen Audio-Geräten kinderleicht verbinden. Das ist zwar auch weiterhin möglich, für das Aufrüsten analoger Boxen hat Amazon aber mit dem Echo Input ein neues, günstigeres Modell im Programm, das gänzlich ohne eigenen Lautsprecher auskommt.

Klang und Spracherkennung

Die dritte Echo Dot-Generation, so hätte es Amazon wohl gerne, soll stattdessen offenbar häufiger als Stand-Alone-Lautsprecher fungieren und für Alexa neue Einsatzzwecke erschließen. Doch dafür braucht der Echo Dot einen besseren Sound und den liefert das neue voluminösere Gehäuse. Im Test war zwischen den Dot-Generationen beim Klang ein Unterschied wie Tag und Nacht zu vernehmen.

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Während das Klangbild der 2. Echo Dot-Generation vornehmlich durch Klirren und Scheppern geprägt wird, kann die 3. Generation es auch mit höherpreisigen Küchenradios aufnehmen. Lediglich mit basslastiger Musik hatte der neue Dot im Test Probleme. Für den im Radio zumeist präsentierten Mix aus 80er, 90er und dem besten von Heute, ist die Leistung aber in der Regel vollkommen ausreichend. Wer auf Bass nicht verzichten möchte, könnte den neuen Echo Dot mit dem neuen Amazon-Subwoofer koppeln. In unserem Testbericht zum Echo Sub erfahrt ihr, wie die Kombination aus Subwoofer und Echo Dot klingt.

Einrichtung

Trotz größerem Gehäuse hat Amazon die Zahl der Mikrofone reduziert. Statt sieben bietet der neue Echo Dot nur noch vier Mikrofone. Einen Unterschied machte dies bei der Spracherkennung im Test nicht. In unserer 40 Quadratmeter großen Testwohnung reagiert der Echot Dot (3. Gen.) genauso zuverlässig auf Sprachbefehle, wie der Vorgänger.

Verbessert wurde nicht nur der Klang, sondern auch die Einrichtung. Während die zweite Echo Dot-Generation noch ein eigenes WLAN-Netzwerk aufbaute, in das ihr euch zunächst erst einwählen und dann die Einrichtung über die Alexa-App abschließen musstet, verbindet ihr euch nun per Bluetooth mit eurem Echo Dot und gebt in der Alexa-App euer WLAN-Passwort sowie die Daten für euer Amazon-Konto ein. Fertig!

Funktionen und Anschlüsse

Der Echo Dot mag kleiner als die restlichen Echo-Lautsprecher sein, beim Funktionsumfang müsst ihr aber keine nennenswerten Abstriche gegenüber dem Amazon Echo (Plus) machen. Die Nutzung von Alexa-Skills und Musik-Streaming sind mit dem Dot ebenso möglich. Ihr könnt den Echo Dot 3 sogar in ein Multiroom-System integrieren oder um ihn herum eins aufbauen. Lediglich das Steuern von Smart Home-Geräten ohne zusätzlichen Hub ist mit dem Echo Dot nicht möglich. Ihr müsst also, etwa um Philips Hue mit dem Echo Dot zu steuern, eine zusätzliche Bridge verbauen.

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Ruft ihr den Echo Dot mit dem Schlüsselwort "Alexa", informiert euch ein blau leuchtender Ring darüber, dass der Lautsprecher euch nun zuhört und das Gesagte zur Auswertung in die Cloud gesendet wird.

Wie bereits erwähnt weist der Echo Dot 3 einen Ausgang für Klinkenstecker auf. Koppelt ihr ihn über diesen mit eurer Stereoanlage, wird der interne Lautsprecher aber weiterhin leider abgeschaltet. Das bedeutet: Ist eure Stereoanlage aus, kann euch der Dot zwar verstehen, ihr hört aber seine Antwort nicht hören. Um dieses Problem zu umgehen, könnt ihr euren Dot aber per Bluetooth mit eurer Anlage koppeln.

Gestrichen hat Amazon im Vergleich zur zweiten Generation den microUSB-Port. Strom erhält der Echo Dot 3 über ein proprietäres Netzteil. Das macht es schwerer, das Gerät mit einer Powerbank abseits der Steckdose zu betreiben - etwa auf dem Balkon.

Preis und Verfügbarkeit

Der Echo Dot 3 ist seit dem 11. Oktober 2018 für knapp 60 Euro bei Amazon Deutschland erhältlich. Neben Amazon bieten hierzulande bereits weitere Händler - etwa Cyberport oder Gravis das Gerät an.

Amazon Echo Dot (3. Gen.): Fazit

Schickere Optik und besserer Klang 7/10

Der Echo Dot 3 sieht nicht nur schicker aus als sein Vorgänger, sondern klingt auch besser. So eignet er sich nicht nur dazu die alte Stereoanlage smart zu machen, sondern kann beispielsweise auch als WLAN-Radio mit Sprachsteuerung in der Küche fungieren. Schade ist, dass durch den Wegfall des USB-Anschlusses der Lautsprecher nun auf eine Steckdose angewiesen ist.

Das hat uns gefallen

  • verbesserter Klang
  • eleganteres Design
  • Klinkenausgang

Das hat uns nicht gefallen

  • Nutzung mit Powerbank mangels USB-Port erschwert
  • Bei Koppelung über Klinke wird interner Lautsprecher abgeschaltet
Testnote 7,0 von 10
Jan Kluczniok
Bewertet von Jan Kluczniok
6,0 / 10
Klang

Klang Kleine Box, nichts dahinter oder Sound auf HiFi-Niveau? Wir prüfen für euch den Klang auf voller Lautstärke, achten aber genauso auf die ganz leisen Töne.

8,0 / 10
Design und Verarbeitung

Design und Verarbeitung Ein Outdoor-Speaker sollte den Sturz ins Wasserbad überstehen, klar. Aber auch das Designer-Stück lässt bei uns im Test Federn, wenn die Druckpunkte der Tasten schwammig sind oder der Akku sich nicht wechseln lässt.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Gibt es ein verbautes Radio? Lässt sich der Speaker als Freisprecheinrichtung nutzen ist ein NFC-Chip zum einfachen Koppeln vorhanden? Lässt sich der Speaker per Sprache steuern? All diese Punkte fließen unter Ausstattung zusammen.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt leihweise von Amazon zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

8
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Bestenlisten

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