Browser-Vergleich: Chrome, Firefox, Opera und Edge im Test

So schnell sind die beliebtesten Browser

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von Alexander Kant
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Sie sind unser Tor zu einer großen digitalen Welt - die Browser. Mit Chrome, Firefox, Edge und Opera sind gleich vier der bekanntesten Browser genannt, welche sich in puncto Geschwindigkeit immer wieder messen. In unserem Browser-Vergleich haben wir beliebtesten Browser getestet, ihre Geschwindigkeit gemessen und und miteinander verglichen.

Wer hat den schnellsten Browser?
Wer hat den schnellsten Browser? (Quelle: alphaspirit /depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. Benchmark-Ergebnisse im Vergleich
  2. RAM-Verbrauch im Vergleich
  3. Das ist der schnellste Browser
  4. Die Alternative
  5. Testfeld im Überblick

Browser sind in unserem Internet-Alltag unverzichtbar geworden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine Vielzahl verschiedener Anbieter entsprechende Programme im Angebot hat. Die Bandbreite der Anbieter in diesem Vergleichstest reicht von einem größeren Tech-Konzern bis hin zu einer Non-Profit-Organisation. Doch, auch wenn die Programme die gleiche Aufgabe erfüllen sollen, erledigen sie dies unterschiedlich schnell. Die Entwickler nutzen für ihre Browser nämlich unterschiedliche Engines. Diese werden auch als HTML-Renderer bezeichnet und sorgen dafür, dass der Code einer Webseite visuell dargestellt wird.

Während Opera und Chrome auf den HTML-Renderer Blink setzen, nutzt Microsoft in Edge die EdgeHTML-Engine und Mozilla im Firefox-Browser die Gecko-Engine. Um herauszufinden, welche Browserengine für den schnellsten Seitenaufbau sorgt, haben wir die vier getesteten Browser durch diverse Benchmarks gejagt.

So testen wir

Unsere Tester verschaffen sich zunächst einen Marktüberblick und analysieren alle infrage kommenden Browser, in dem Fall die vier bekanntesten für Windows. Dabei werden neben marktführenden Anbieter auch kleinere Vertreter berücksichtigt. Dann wurde mit den Browsern Benchmarktest gemacht. Um auch den Browser in Alltagssituationen zu testen, haben die Tester den Browser und seine Funktionen auf Herz und Nieren in ihrem Alltag geprüft.

4
Browser im Test
20+
Stunden aufgewendet

Benchmark-Ergebnisse im Vergleich

Die Benchmarks wurden nur mit einem offenen Tab und ohne weitere aktivierte Erweiterungen durchgeführt. Das Testgerät hatte keine weiteren Anwendungen, die die Geschwindigkeiten hätten beeinflussen können, geöffnet. Zur Sicherheit vor abnormal großen Leistungsunterschieden oder auftretenden Fehlern wurde bei jedem Benchmark drei Tests durchgeführt. Wir haben das beste Testergebnis gewertet.

Ares-6

Der Benchmark Ares-6 basiert auf den neuesten Funktionen der Skriptsprache JavaScript. Dabei ist eine niedrigere Ladezeit in Millisekunden besser. Zusammen mit Opera zog der Platzhirsch Google Chrome der Konkurrenz davon. Während Chrome 37,74 Millisekunden und Opera 38,59 Millisekunden benötigten, lagen Firefox und Edge deutlich über der 80-Millisekunden-Marke.

Basemark Web 3.0

Basemark Web 3.0 testet die CSS-, HTML5-Leistung, die Ladezeiten und die Zeit von Größenänderungen von Elementen. Eine höhere Punktzahl ist hier besser. Auch hier hatten Chrome und Opera die Nase vorne. Mit jeweils über 300 Punkte schnitten die Browser mit der Blink-Engine am besten ab.

Chalkboard

Chalkboard ist ein HTML5-Benchmark von Microsoft. Hierbei ist eine niedrigere Zahl von Vorteil. Genau diese könnt Google Chrome und Opera auch aufweisen. Mit deutlich unter 30 Sekunden, bewältigten die Browser den Benchmark. Microsoft Edge benötigte doppelt so lange für den Test.

JetStream

JetStream ist ein weiterer JavaScript-Benchmark, der detailliertere Informationen zu den unterschiedlichen getesteten Modulen bietet. Eine höhere Punktzahl ist hier besser und die höchste Punktzahl im Vergleich erreicht Microsoft Edge, gefolgt von Mozilla Firefox. Opera und Google Chrome hingegen belegen die letzten beiden Plätze.

Kraken

Kraken ist ein JavaScript-Benchmark von Mozilla und wird nicht mehr weiterentwickelt. Hier ist eine niedrigere Millisekunden-Zahl besser. In Mozillas hauseigenen Benchmark hat interessanterweise der Mozilla Firefox die Nase vorne. Während Opera und Chrome sich das Mittelfeld teilen, ist Microsoft Edge der langsamste Browser.

Octane 2.0

Octane 2.0 ist der hauseigene Benchmark von Google und wird auch nicht mehr weiterentwickelt. Dieser Benchmark testet die allgemeine Geschwindigkeit. Eine höhere Punktzahl ist hier besser und diese erarbeitet sich nicht wie erwartet Google Chrome, sondern Opera. Knapp gewinnt dieser Browser den Vergleich gegen den Konkurrenten mit 25.062 Punkten.

RAM-Verbrauch im Vergleich

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Arbeitsspeicher-(RAM)-Verbrauch. Unser Lenovo-Testgerät hat acht Gigabyte RAM verbaut, was für den Alltagseinsatz mit dem Browser durchaus ausreichend ist. Getestet haben wir den Browser einmal im Leerlauf, ohne einem arbeitenden Tab und mit den geöffnet Webseiten von YouTube, Twitter, Facebook, Soundcloud, Gmail, twitch.tv und netzwelt.de gleichzeitig. Gleichzeitig wurden verschiedene Medien abgespielt. Im Schnitt ist tatsächlich Microsoft Edge der sparsamste Browser.

Das ist der schnellste Browser

Im Schnitt gewinnt Google Chrome das Rennen im Geschwindigkeitsvergleich, doch tatsächlich ist ihm Opera aufgrund der gleichen Rendering-Engine dicht auf den Fersen. Wer allerdings denkt, der Chrome-Browser habe keine Schwächen, der irrt sich. Insbesondere der Arbeitsspeicherverbrauch bei mehreren geöffneten Tabs ist zu beanstanden. Mehr dazu erfahrt ihr im Testbericht von Google Chrome.

Leistung
9/10
Design
9/10
Funktionen
8/10
netzwelt Testnote
8.7/10

Zurecht der Platzhirsch

Googles Chrome-Browser ist zurecht der Platzhirsch unter dem Browsern. Er ist schnell, er ist aufgeräumt und bietet viele Erweiterungen. Einzig und allein stört uns immer noch der große RAM-Hunger des Browsers, der mitunter alte Rechner bei vielen geöffneten Webseiten ausbremsen kann.

  • Schneller Browser
  • Aufgeräumtes Design
  • Viele Erweiterungen und Funktionen
  • Übersichtliche Entwicklertools
  • Arbeitsspeicher-Fresser
  • Designs lassen sich nicht konfigurieren

Die Alternative

Eine gute Alternative in puncto Geschwindigkeit ist der Opera-Browser. Dieser arbeitet ebenso wie Chrome mit der Blink-Engine. Auch wenn Opera an die Leistung des Siegers herankommt, erreicht der Multitasking-Browser im Test nur auf 8 Punkte. Dies hat verschiedene Gründe, die wir in unserem ausführlichen Test erklären.

Leistung
9/10
Design
6/10
Funktionen
9/10
netzwelt Testnote
8/10

Facettenreiches Multitasking

Der Opera-Browser ist der optimale Browser für Menschen, die schnell über mehrere Tabs arbeiten und nicht immer zwischen unterschiedlichen Programmen springen wollen. Ihr schaut ein Youtube-Video, das Handy liegt nicht in der Nähe und ein Freund schreibt? Perfekt! WhatsApp ist gleich in die Seitenleiste integriert. Doch leider wird das gute Gesamtbild von der wenig komfortablen Menüführung gestört.

  • VPN-Funktion vorhanden
  • Werbe-, Tracker- und Krypto-Blocker integriert
  • Nützliche Seitenleiste mit Messenger-Support
  • Kann nach Belieben angepasst werden
  • Schnell und schlank
  • Ausbau der VPN-Funktion wäre wünschenswert
  • Menü könnte übersichtlicher sein

Jeder Browser hat seine Stärken und Schwächen. Microsoft Edge ist der optimale Browser für das Büro und die Arbeit, während Mozilla Firefox viel Wert auf die Sicherheit und Privatsphäre eines Nutzers legt. Im Endeffekt bleibt es also neben aller Geschwindigkeit dem Nutzer überlassen, welcher Browser ihm lieber ist.

Bestenliste: Browser-Vergleich: Chrome, Firefox, Opera und Edge im Test

Nachfolgend findet ihr alle getesteten Browser auf einen Blick. Mit einem Klick gelangt ihr zum ausführlichen Testbericht.

  • 8.7

    Google Chrome


    Googles Chrome-Browser ist zurecht der Platzhirsch unter dem Browsern. Er ist schnell, er ist aufgeräumt und bietet viele Erweiterungen. Einzig und allein stört uns immer noch der große RAM-Hunger des Browsers, der mitunter alte Rechner bei vielen geöffneten Webseiten ausbremsen kann.

    Zum Testbericht
  • 8.0

    Opera


    Der Opera-Browser ist der optimale Browser für Menschen, die schnell über mehrere Tabs arbeiten und nicht immer zwischen unterschiedlichen Programmen springen wollen. Ihr schaut ein Youtube-Video, das Handy liegt nicht in der Nähe und ein Freund schreibt? Perfekt! WhatsApp ist gleich in die Seitenleiste integriert. Doch leider wird das gute Gesamtbild von der wenig komfortablen Menüführung gestört.

    Zum Testbericht
  • 8.0

    Mozilla Firefox


    Mozilla Firefox ist ein durchdachter Browser mit vielen interessanten Funktionen für Nutzer, die Wert auf Privatsphäre und Sicherheit legen. Neben diesen Extras greifen auch viele Funktionen für eine effiziente Arbeitsroutine dem Nutzer unter die Arme. Jedoch ist Firefox immer noch langsamer als andere Browser.

    Zum Testbericht
  • 8.0

    Microsoft Edge


    Microsoft Edge überzeugt im Test mit innovativen Funktionen, die anderen Browsern fehlen. Die enge Verknüpfung mit Windows 10 ermöglichen ein schnelles und effizientes Arbeiten im Büroalltag. Cortana kann euch hierbei kräftig unterstützen. Von der "Anfangsmüdigkeit" beim Marktstart ist nur in den Benchmark-Tests etwas zu spüren.

    Zum Testbericht
7
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  1. Gastkommentar · 

    Also, ich bin ja gerade dabei, zwischen Chrome und Firefox zu entscheiden. Nachdem ich lange Chrome benutzt habe - schon allein die plattformübergreifende Synchronisierung funktioniert problemlos -, will ich in Zukunft doch ein bisschen mehr auf "Datenschutz" setzen. Aktuell teste ich den neuesten Firefox (62.0.2) und bin doch recht zufrieden. Was die Geschwindigkeit angeht, merke ich zu Chrome eigentlich gar keinen Unterschied. Mein subjektives Empfinden ist sogar noch eher, dass der Fuchs einen Tick flotter im Seitenaufbau ist. Aber in der Nutzung macht es im Prinzip nichts aus. Wichtiger ist mir im Firefox die individuelle Anpassbarkeit.