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Statt per UKW kann man Radio auch digital empfangen. Alles was ihr dafür benötigt ist ein so genanntes Digitalradio. Zur ausführlichen Kaufberatung »

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UKW-Radios haben ausgedient. Die Zukunft gehört dem Digitalradio.
UKW-Radios haben ausgedient. Die Zukunft gehört dem Digitalradio. (Quelle: corneliap /depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorteile eines Digitalradios
  2. Digitalradio ist nicht gleich Digitalradio

UKW-Empfang ist manchmal eine Qual. Abhilfe soll der neue Digitalradio-Standard DAB+ schaffen. Entsprechende Radios nennt man auch Digitalradios. Welche Vorteile bringt Digital Audio Broadcasting Plus, so der ausgeschriebene Name des Standards?

Vorteile eines Digitalradios

Da wäre zunächst die bessere Empfangsqualität zu nennen. Wer einmal einen DAB+-Empfänger ausprobiert hat, dürfte sofort registriert haben, dass das UKW-Rauschen der Vergangenheit angehört. Dabei finden moderne Digitalradios auf Knopfdruck alle in einem Verbreitungsgebiet lieferbaren Programme. Auch bei einem Standortwechsel ist keine erneute Sendersuche nötig, weil einheitliche Frequenzen verwendet werden. Das gilt auch für regionale Sender: Der Empfang ist im gesamten Sendegebiet über eine einheitliche Frequenz möglich- der Radiohörer wählt wie am Fernseher lediglich das Programm per Knopfdruck oder Drehrad aus.

Ein weiterer Vorzug rechtfertigte auch den Namen des Standards: Die Audiokodierung bei der alten Digitalradio-Norm DAB wurde um eine effizienteres Verfahren verfeinert, deshalb DAB+. Statt Daten bei DAB mit dem Codec MPEG-1 Layer-2 zu komprimieren, verwendet DAB+ den MPEG-4 HE-AAC v2-Codec. So kann die Audioqualität hoch gehalten, aber die Bitrate gesenkt werden. In der Praxis wird es auf diese Weise möglich, mehr Programme in einem Multiplex als bei DAB und UKW zu übertragen. Als Multiplex oder auch Ensemble bezeichnet man die ausgestrahlten Pakete aus Radiosender und Datendiensten.

Das Projektbüro Digitalradio verweist auf einen weiteren Vorteil, der gerne als interaktiver Zusatzdienst bezeichnet wird: Neben Audiosignalen lassen sich via Digitalradio auch Grafiken, Bilder und Texte verbreiten. Zur Übertragung werden dabei spezielle Protokolle benutzt, für die im digitalen Multiplex ausreichend Platz zur Verfügung steht.

In der Konsequenz werden damit Nachrichtendienste wie Journaline möglich: Ähnlich wie RSS-Feeds bietet der Service Meldungen in Kurzform und gestattet auch einen Überblick über das laufende Programm. Allerdings ist die Übertragung davon abhängig, ob sich der Sender die Mühe macht, die neuen multimedialen Verbreitungskanäle zu nutzen. Und: Zur Anzeige der multimedialen Zusatzdienste wird ein entsprechendes Display am Radio benötigt. Alternativ taugen USB-Empfänger zum Ausprobieren möglicher Service-Leistungen.

Digitalradio ist nicht gleich Digitalradio

Der Begriff Digitalradio wird aber nicht nur für DAB+-Radios verwendet, sondern auch für WLAN-Radios. Diese nutzen zum Empfang des Programms nicht den immer noch auf Frequenzspektren elektromagnetischer Wellen basierenden DAB+-Standard, sondern greifen über das Internet auf die Streams der Sender zu. Dadurch ergibt sich eine schier unendliche Sendervielfalt, da ihr Radiosender aus der ganzen Welt aufrufen könnt.

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Web und DAB+ im Vergleich: Wie gut klingt Digitalradio? Artikel Programmangebot, Technik, Codecs und Geräte Auf der IFA 2015 rührten die Sendeanstalten wieder die Werbetrommel für DAB+. Das neue Digitalradio soll UKW ablösen und wirbt mit rauschfreiem Klang fast in CD-Qualität. Wir testen, wie gut DAB+ und Internetradio wirklich klingen. Jetzt lesen

Beim Kauf eines Digitalradios ist also auf die Empfangsart zu achten. Viele Geräte kombinieren beide Methoden auch in einem Modell. Ein solches WLAN/DAB+-Radio ist einem reinen WLAN- oder DAB+-Radio vorzuziehen.

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