Lenovo Yoga Book C930 im Kurztest: Convertible mit Touch- und E-Ink-Display

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von Michael Knott
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Lenovo Yoga Book C930 2

Notebooks sehen im Grunde immer gleich aus? Nicht so das Lenovo Yoga Book C930. Denn diese Mischung aus Laptop und Tablet-PC hat zwei Displays, eines davon ist als E-Ink-Display ausgelegt. Wie sich das Gesamtpaket anfühlt, erfahrt ihr im ersten Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. E-Ink-Tastatur öffnet sich nach Klopfzeichen
  2. Lenovo Yoga Book C930 kaufen: Preis und Verfügbarkeit
  3. netzwelt meint

Gelungenes Konzept, saubere Ausführung - so urteilten wir vor genau zwei Jahren über das erste Lenovo Yoga Book. Damals überraschte Lenovo auf der IFA mit einem ultraleichten Notebook-Ersatz, der aus zwei klappbaren Display-Hälften bestand und für Staunen sorgte. Vielleicht hat man es mit den vielen Möglichkeiten aber auch ein wenig übertrieben.

Denn das erste Yoga Book gab es sowohl mit Windows als auch mit Android. Die zweite Bildschirmhälfte diente als riesiges Trackpad, virtuelle Tastatur, Mausersatz und Notizblock für echtes Papier gleichermaßen. Davon sieht der chinesische Hersteller bei der Neuauflage ab. Das Yoga Book C930 gibt es ausschließlich mit Windows 10 Home. Und das untere Tastatur-Display des Vorgängers weicht im Jahr 2018 einem E-Ink-Display.

Lenovo Yoga Book C930 im ersten Video

E-Ink-Tastatur öffnet sich nach Klopfzeichen

Wir nähern uns dem neuen Lenovo Yoga Book C930 auf der IFA 2018. Die Verarbeitungsqualität am uns zu Verfügung gestellten Vorführgerät ist sehr gut. Wir können keine auffälligen Spaltmaße oder Ähnliches erkennen. Das niedrige Gewicht ist beeindruckend. Unser Testgerät wiegt rund 800 Gramm, da es über ein eingebautes LTE-Modul verfügt. Die Variante ohne solches bringt mit 775 Gramm sogar noch etwas weniger auf die Waage.

Beide Displays sind 10,8 Zoll groß und trennen sich erst voneinander, nachdem wir zwei Mal kurz auf den Deckel geklopft haben. Wie von Geisterhand gibt eine Magnetverbindung anschließend die beiden Hälften frei und gewährt uns einen Blick auf das Innenleben. Natürlich fällt der Blick umgehend auf die E-Ink-Hälfte. Dennoch wollen wir kurz ein paar Worte über das Hauptdisplay verlieren.

Im Vergleich zum Vorgänger ist es leicht gewachsen, von vormals 10,1 auf nun 10,8 Zoll. Dies erreicht der Hersteller vornehmlich durch dünnere Bildschirmränder. Die Auflösung ist mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten dermaßen hoch, dass die Windows-Zoom-Einstellung bei 200 Prozent ab Werk liegt. Der Darstellung von Bildern kommt dies natürlich zugute. Überhaupt hinterlässt die 400 Nits helle Anzeige auf den ersten Blick einen guten Eindruck, da die Farben schön kräftig wirken. Leider spiegelt der Touchscreen, wie die meisten Displays aktueller Notebooks und Tablet-PCs recht stark.

Prunkstück am neuen Yoga Book ist natürlich das ebenfalls 10,8 Zoll messende E-Ink-Display - mit all den von E-Book-Readern bekannten Vor- und Nachteilen. Als Nachteil empfanden wir im Test vor allem die recht trägen Umschaltzeiten der Anzeige. Ab und an zeigten sich zudem wie eingebrannt wirkende "Reste" von vorangegangenen Darstellungen.

Zunächst ungewohnt ist das Schreiben auf der virtuellen E-Ink-Tastatur. Das war beim Vorgänger-Modell genauso. Nach einer Zeit gewöhnt man sich daran, auch, weil Lenovo viel dafür tut, das Tippen so natürlich wie möglich wirken zu lassen. Bei jedem Druck auf eine Taste gibt es eine kleine Animation, die diesen Vorgang unterstreicht. Ein kräftiger Vibrationsmotor liefert sogar haptisches Feedback. Der Motor erzeugt jedoch neben Vibrationen auch unpassende Geräusche, was der Illusion hinderlich ist.

Lenovo Yoga Book C930 in Bildern

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Auf dem E-Ink-Display könnt ihr mit dem nicht im Lieferumfang enthaltenen Stift auch zeichnen. Zu Verzögerungen (Latenz) kommt es dabei kaum, wie ihr im Video sehen könnt. Der Stift unterstützt 4.096 Druckstufen und wird per Bluetooth mit dem Lenovo Yoga Book verbunden.

Lenovo Yoga Book C930 kaufen: Preis und Verfügbarkeit

Im Inneren des Lenovo Yoga Book steckt wahlweise ein Intel Core m3-7Y30 oder ein Intel Core i5-7Y54, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und bis zu 256 Gigabyte SSD-Kapazität. Durch Einlegen einer microSD-Karte könnt ihr den Speicher um maximal weitere 512 Gigabyte aufstocken. Ein Lüfter ist nicht verbaut; das System arbeitet lautlos.

Das Yoga Book C930 ist laut Lenovo ab Ende September erhältlich. Mit Preisen von 1.199 Euro beziehungsweise 1.499 Euro ist es leider doppelt so teuer, wie der Vorgänger.

netzwelt meint

Alles ist neu, alles ist so anders: Beim Ausprobieren bereitet das neue Yoga Book uns jede Menge Freude. Wie lange diese Euphorie andauert und ob danach ein produktives Miteinander der beiden Displays vorherrscht, kann nur ein ausführlicher Test klären. Überraschend ist der heftige Preissprung im Vergleich zum Vorgängermodell.

Lenovo Yoga Book C930

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8
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