Vergleich der Sprachassistenten: Siri, Alexa, Google Assistant und Co im Test

Sprachassistenten im Vergleich

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von Mike Wobker
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Egal ob Smartphone, Lautsprecher oder PC, Sprachassistenten finden sich auf immer mehr Geräten. Sie sollen unser Leben erleichtern und nach Möglichkeit auch das eigene Zuhause steuern. Wir haben verschiedene Assistenten wie Siri, Alexa, Cortana oder den Google Assistant getestet und miteinander verglichen. Herausgekommen ist eine Empfehlung, die euch bei der Entscheidung für einen Sprachassistenten unterstützt.

Netzwelt hat für euch Sprachassistenten verglichen.
Netzwelt hat für euch Sprachassistenten verglichen. (Quelle: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum nicht mehrere benutzen?
  2. Unsere Empfehlung
  3. Die Alternativen
  4. Wie testet netzwelt?
  5. Testfeld im Überblick

Immer mehr Anbieter verknüpfen ihre Geräte mit einem Sprachassistenten. Vor allem die Bedienung von Lautsprechern, Heizkörpern und Beleuchtung wird durch Sprachbefehle erheblich einfacher, aber auch Smartphones, Tablets und PCs können auf diese Weise gesteuert werden. Die bekanntesten Assistenten werden von Amazon, Apple, Google und Microsoft bereitgestellt, aber auch kleinere Anbieter sind mit Assistenz-Apps in fast jedem App-Store zu finden. Damit ihr nicht Cortana nach Terminen, Siri nach Licht und Alexa wegen Musik einzeln befragen müsst, solltet ihr euch für einen der Sprachassistenten entscheiden.

Warum nicht mehrere benutzen?

Die verschiedenen Sprachassistenten setzen auf die Funktionen ihrer jeweiligen Anbieter. Verwendet ihr beispielsweise Kalender, Mail-Funktion und Navigation am liebsten von eurem Google-Account, ergibt es keinen Sinn zum Beispiel auf Siri von Apple als Sprachassistent zu setzen. Siri verwendet einen eigenen Kalender und ist mit eurem Apple-Nutzerkonto verknüpft. Um also am Ende nicht verschiedene Assistenten doppelt mit euren Terminen auf dem Laufenden halten zu müssen, solltet ihr euch vorher für einen Anbieter entscheiden und dessen Funktion dann auch konsequent nutzen.

Dasselbe gilt für euer Smart Home. Sind eure Geräte hauptsächlich mit Apples HomeKit kompatibel, kommt ihr mit Amazons Alexa womöglich nicht weit. Zudem stehen nicht alle Assistenten auf allen Plattformen zur Verfügung. Die von euch eingesetzte Technik gibt daher schon ein Stück weit vor, auf welchen Sprachassistenten ihr setzen solltet. Ein weiterer Punkt also, warum ihr euch schon vorher Gedanken über euren persönlichen Assistenten machen solltet.

Unsere Empfehlung

Amazon hat mit Alexa einen Sprachassistenten etabliert, der sich dank optionaler Skills an verschiedene Umgebungen anpassen lässt. App-Anbieter und Hersteller von Smart Home-Produkten können eigene Skills erstellen, wodurch Alexas Fähigkeiten immer weiter steigen. Außerdem sorgt die gute Spracherkennung für wenig Wiederholungen. Nutzer sollten sich aber darüber im klaren sein, dass Amazon alle übertragenen Daten auswertet und Alexa ohne ein Amazon-Konto nicht verwendet werden kann. Dafür gibt es Alexa als App nicht nur für Amazon-Geräte, sondern auch für Android und auch als iOS-Version.

Alexa ist ein vielseitiger Sprachassistent, der sich durch die Skills von der Konkurrenz abhebt.

Das sich Alexa so erfolgreich durchgesetzt hat, liegt nicht zuletzt an der guten Funktionalität. Im Grundzustand erhalten wir Antworten auf einfache Fragen und mit jeder Erweiterung wird Alexa etwas besser. Den vollen Funktionsumfang erhalten wir aber nur, wenn Alexa auf unsere Nutzerkonten zugreifen kann. Kalender-, Kontakte- und Musik-Accounts müssen mit Alexa verknüpft werden. Erst dann erhaltet ihr einen richtigen Assistenten. Der Preis sind, wie bei anderen Diensten auch, eure Daten für werberelevante Inhalte.

  • Mit Skills erweiterbar
  • Zuverlässige Spracherkennung
  • Sehr gute Smart Home Integration
  • Einrichtung für alle Funktionen zeitaufwändig
  • Daten von Nutzerkonten in der Cloud
  • Keine Funktion ohne Amazon-Account

Die Alternativen

Für Apple-Nutzer ist natürlich Siri die beste Wahl. Der Assistent ist als einziger kompatibel zu Apples HomeKit und versteht sich natürlich perfekt mit allen Apple-Diensten. Das können andere Sprachassistenten nicht leisten, weil der Hersteller aus Cupertino Zugriff auf System-Funktionen nur eingeschränkt für Dritthersteller freigibt. Wer es lieber anonym mag und auf viele Funktionen verzichten kann, könnte sich mit Cortana von Microsoft anfreunden.

Für den vollen Funktionsumfang ist natürlich auch beim Windows-Konzern ein Benutzerkonto nötig, aber allein die Option, auch ohne Konto auf den Assistenten zugreifen zu können, ist einmalig. Ein Smart Home kann Cortana bislang noch nicht steuern, die Umsetzung ist bei Microsoft aber nur noch eine Frage der Zeit. Wenn es dann soweit ist, versteht sich Cortana außerdem auch mit Alexa und umgekehrt.

  • Echte Freihand-Bedienung
  • Integration im Betriebssystem
  • Spracheingabe in jedem Menü möglich
  • Undurchsichtiger Datenschutz
  • Sehr hellhörig
  • Nicht kontextsensitiv
  • Plattformunabhängig (in Deutschland noch Beta-Phase)
  • Präzise Steuerung
  • Viele Datenschutzeinstellungen
  • Langsame Auswertung
  • Ungenaue Websuche
  • Smart Home-Funktionen noch nicht verfügbar
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Tief eingebunden

Siri unterscheidet sich nicht groß von anderen Sprachassistenten, hat aber ein Alleinstellungsmerkmal. Da es tief in die Betriebssysteme von Apple eingebunden wurde, ermöglicht es eine barrierefreie Bedienung der entsprechenden Geräte. So weit sind andere Assistenten noch nicht.

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Stärken beim Datenschutz, Schwächen in der Suche.

Cortana ist eine hilfreiche Ergänzung auf Windows-PCs und Tablets, reagiert allerdings etwas träge. Gut gefallen haben uns die zahlreichen Datenschutzeinstellungen. Nutzer in Deutschland müssen noch auf einen offiziellen Release für Android und iOS warten. Darauf folgt dann hoffentlich auch bald die Smart Home-Unterstützung.

Wie testet netzwelt?

Unsere Redakteure verwenden verschiedene Sprachassistenten im beruflichen und privaten Umfeld. Wir haben deren Erfahrungen zusammengetragen und zusätzliche Tests durchgeführt. Dadurch konnten wir die Funktionen der Assistenten miteinander vergleichen und auch ihre Alltagstauglichkeit bewerten.

So testet netzwelt

Unsere Tester verschaffen sich zunächst einen Marktüberblick und erfassen alle in Frage kommenden Anbieter. Dabei werden die aus Sicht der Redaktion relevanten Assistenten einzeln getestet und die Testergebnisse gegenüber gestellt. Neben der reinen Funktion betrachten wir auch den Umgang mit Nutzerdaten und die Kompatibilität mit Produkten anderer Hersteller.

4
Sprachassistenten getestet
22
Stunden aufgewendet

In jedem Testbericht wird vermerkt, woher das Testgerät kommt und zu welchen Bedingungen wir es benutzen durften. Unser journalistisches Selbstverständnis, wie wir unsere Testgeräte beziehen und wie sich netzwelt finanziert, könnt ihr unserer Transparenzseite entnehmen.

Bestenliste: Vergleich der Sprachassistenten: Siri, Alexa, Google Assistant und Co im Test

Hier findet ihr die Sprachassistenten, die wir für euch getestet haben. Mit einem Klick gelangt ihr zum ausführlichen Testbericht.

  • 6.4

    Amazon Alexa


    Das sich Alexa so erfolgreich durchgesetzt hat, liegt nicht zuletzt an der guten Funktionalität. Im Grundzustand erhalten wir Antworten auf einfache Fragen und mit jeder Erweiterung wird Alexa etwas besser. Den vollen Funktionsumfang erhalten wir aber nur, wenn Alexa auf unsere Nutzerkonten zugreifen kann. Kalender-, Kontakte- und Musik-Accounts müssen mit Alexa verknüpft werden. Erst dann erhaltet ihr einen richtigen Assistenten. Der Preis sind, wie bei anderen Diensten auch, eure Daten für werberelevante Inhalte.

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  • 6.1

    Microsoft Cortana


    Cortana ist eine hilfreiche Ergänzung auf Windows-PCs und Tablets, reagiert allerdings etwas träge. Gut gefallen haben uns die zahlreichen Datenschutzeinstellungen. Nutzer in Deutschland müssen noch auf einen offiziellen Release für Android und iOS warten. Darauf folgt dann hoffentlich auch bald die Smart Home-Unterstützung.

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  • 6.1

    Apple Siri


    Siri unterscheidet sich nicht groß von anderen Sprachassistenten, hat aber ein Alleinstellungsmerkmal. Da es tief in die Betriebssysteme von Apple eingebunden wurde, ermöglicht es eine barrierefreie Bedienung der entsprechenden Geräte. So weit sind andere Assistenten noch nicht.

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  • 5.8

    Google Assistant


    Der Google Assistant versteht sich am besten, wenig überraschend, mit Google. Wer alle Funktionen seines Google-Kontos nutzt, der ist bestens für den Google Assistant gerüstet. Aber auch abseits davon liefert der Sprachassistent zuverlässig Antworten auf die meisten Fragen. Zu komplex dürfen diese aber nicht sein. Wie bei anderen Sprachassistenten auch, sind der Preis für die Funktion eure Daten.

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7
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