Wiko View im Kurztest: LG V30-Klon mit Dual-Frontkamera

Budget-Smartphone mit 18:9-Screen

Das Wiko View erinnert mit seinem 18:9-Screen an LG V30 und Galaxy S8.

Das LG V30 ist das Smartphone-Highlight der IFA. Doch der französische Hersteller Wiko macht mit dem Wiko View nun LG in Berlin Konkurrenz. Das Smartphone bietet ebenfalls ein Display mit einem Seitenverhältnis von 18:9, kostet aber knapp 600 Euro weniger als das V30. Darüberhinaus offenbart das Wiko View im Kurztest noch eine weitere Besonderheit.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ein Wiko kommt selten allein
  2. Dual-Frontkamera und Super-Pixel-Modus
  3. So fühlt sich das Wiko View an
  4. Preis und Verfügbarkeit
  5. netzwelt meint

LG sorgt auf der IFA in Berlin mit seinem neuen Top-Smartphone LG V30 für Aufsehen. Das 6-Zoll-Smartphone ist so handlich wie ein 5,5 Zöller, möglich macht dies das gewählte Seitenverhältnis für den Bildschirm. Statt auf 16:9 setzt LG auf 18:9. Das Display wird also in die Länge gezogen, das Smartphone dabei aber nicht breiter. Eine "Zauberformel" mit der auch Samsung beim Galaxy S8 und Galaxy Note 8 arbeitet. Einziger Nachteil: Die genannten Modelle kosten alle locker über 800 bis 1.000 Euro.

Hier setzt der französische Hersteller Wiko mit seiner neuen View-Reihe an. Die Smartphones bieten wie das LG V30 einen Bildschirm mit 18:9-Seitenverhältnis, von Wiko Breitbild-Bildschirm genannt, kosten jedoch nur zwischen 180 und 270 Euro. Ein guter Deal? Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die neuen Wiko-Smartphones.

Ein Wiko kommt selten allein

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Wiko View nicht um ein Modell, sondern um eine Reihe von Smartphones. Genauer gesagt gibt es das View in drei Ausführungen. Neben dem Basis-Modell Wiko View zeigt der Hersteller auf der IFA auch die Smartphones Wiko View XL und Wiko View Prime. Alle drei sehen sich zum Verwechseln ähnlich und auch bei der Hardware gibt es kaum Unterschiede. Das Display des Wiko View XL ist 0,29 Zoll größer als die Bildschirme der Schwestermodelle, dafür wartet das View Prime mit zwei Frontkameras sowie mehr Speicher auf.

Die wichtigsten technischen Daten der drei View-Modelle findet ihr nachfolgend im Vergleich:

Technische Daten Wiko View Wiko View XL Wiko View Prime
Display 5,7 Zoll 5,99 Zoll 5,7 Zoll
Bildschirmauflösung 1.440 x 720 Pixel 1.440 x 720 Pixel 1.440 x 720 Pixel
Prozessor Qualcomm Snapdragon 425 (Quad-Core) Qualcomm Snapdragon 425 (Quad-Core) Qualcomm Snapdragon 430 (Quad-Core)
Arbeitsspeicher 3 Gigabyte 3 Gigabyte 4 Gigabyte
Gerätespeicher 32 Gigabyte, erweiterbar 32 Gigabyte, erweiterbar 64 Gigabyte, erweiterbar
Akku 2.900 Milliamperestunden 3.000 Milliamperestunden 3.000 Milliamperestunden
Kamera 13 Megapixel 13 Megapixel 16 Megapxiel
Frontkamera 16 Megapxiel 16 Megapxiel Dual 20 + 8 Megapixel
Betriebssystem Android 7.1 Nougat Android 7.1 Nougat Android 7.1 Nougat
SIM-Karte 2 x Micro-SIM 2 x Nano-SIM 2 x Nano-SIM
Abmessungen 151,5 x 73,1 x 8,7 Millimeter 158,1 x 76,5 x 8,2 Millimeter 152,3 x 72,8 x 8,3 Millimeter
Gewicht 160 Gramm 171 Gramm 162 Gramm

Die Spezifikationen machen deutlich, dass es sich bei allen drei Modellen um Einsteiger-Smartphones handelt. In Sachen Rechenpower bewegen sie sich auf dem Niveau des Motorola Moto G5 - immerhin dem aus unserer Sicht aktuell besten Smartphone für 200 Euro. Auffälligkeiten gibt es abseits der Kamera, hierzu gleich mehr, in Sachen Ausstattung nicht. Allenfalls ist hier noch zu nennen, dass das Wiko View auch mit den älteren Micro-SIM-Karten betrieben werden kann, das View XL und das View Prime setzten dagegen die kleinere Nano-SIM-Karte voraus.

Dual-Frontkamera und Super-Pixel-Modus

Wie bereits erwähnt sticht aus dem Datenblatt der Wiko View-Serie die Kameras hervor - vor allem beim Modell Wiko View Prime. Dieses ist nämlich mit einer Dual-Kamera ausgestattet, wie ihr sie bereits vom iPhone 7 Plus kennt. Der Unterschied: Diese ist nicht auf der Rückseite verbaut, sondern auf der Front. Bislang noch eine Seltenheit. Die Technik ermöglicht euch bei Selbstportraits den Bokeh-Effekt zu nutzen. Die Stärke der Unschärfe des Hintergrundes könnt ihr dabei in Echtzeit während der Aufnahme variieren. Auch andere Smartphones bieten mittlerweile einen Bokeh-Effekt für Selfies - etwa das Huawei Nova 2. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um eine reine Softwarelösung, da dem Smartphone die zweite Kamera auf der Front zur Messung von Tiefeninformationen fehlt. Ein ausführlicher Test muss zeigen, ob das Wiko View Prime mit seiner zweiten Kamera hier bessere Ergebnis liefert.

Alle drei Smartphones bieten zudem einen Super-Pixel-Modus. In diesem könnt ihr mit der Hauptkamera Fotos mit einer Auflösung von 52 beziehungsweise 64 Megapixeln schießen. Hier werden offenbar mehrere Bilder hintereinander geschossen und zu einer Aufnahme zusammengeführt. Eine ähnliche Technik nutzte bereits der chinesische Hersteller Oppo 2014 in seinem Smartphone Finder 7.

So fühlt sich das Wiko View an

Gemessen am veranschlagten Preis geht die Ausstattung vollkommen in Ordnung. Wiko kann sich sogar hier und da aus der Maße der 200-Euro-Smartphones abheben. Wie sieht es in Sachen Verarbeitung aus? Auch hier enttäuscht Wiko nicht. Bei allen drei Smartphones steckt die Hardware in einem Metallgehäuse, wodurch sich die Geräte wertiger anfühlen, als das Preisschild vermuten lässt.

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Einziger Unterschied zu Modellen aus der oberen Preisklasse: Wiko setzt nicht auf ein Ganzmetallgehäuse mit eingearbeiteten Antennenstreifen, stattdessen ist nur der Rücken und ein Teil des Rahmens aus Metall gefertigt. An der Ober- und Unterseite der Handys befinden sich dagegen Kunststoffkappen, die für einen besseren Empfang sorgen sollen. Dies fällt aber erst bei genauerem Hinsehen auf.

Preis und Verfügbarkeit

Ab wann ist die Wiko View-Reihe im Handel erhältlich? Das Basis-Modell Wiko View soll kurz nach der IFA im Handel erhältlich sein, Ende September folgt dann das Wiko View XL. Das Wiko View Prime ist voraussichtlich ab Oktober in Deutschland verfügbar. Die Preise beginnen bei 179 Euro und sind wie folgt gestaffelt: Das Wiko View kostet mit 16 Gigabyte 179 Euro, für 32 Gigabyte Speicher wird ein Aufpreis von 20 Euro fällig, das Wiko View XL gibt es für 229 Euro und das View Prime kostet 269 Euro. Damit sortiert sich die neue View-Serie unter dem aktuellen Spitzenmodell Wiko Wim ein.

netzwelt meint

Das Wiko View bringt LG V30- und Galaxy S8-Feeling in die unteren Preisklassen, ohne dass ihr dafür große Abstriche an anderen Stellen machen müsst. Die veranschlagten Preise sind fair und nicht überteuert wie bei LGs günstiger V30-Version LG Q6. Wiko setzt auf der IFA damit ein echtes Ausrufezeichen. Uns würde es daher nicht wundern, wenn in diesem Jahr unter dem ein oder anderem Weihnachtsbaum ein Wiko View liegt - vorausgesetzt Kamera und Akku halten im ausführlichen Test, was das Datenblatt verspricht.

Wiko View
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